Heimtextilien

Teppich

Ob Vorhänge, Bettwäsche oder Bezüge - Auf das Material kommt es an

Nicht nur die Farbe und Struktur ist bei Textilien in Wohnräumen entscheidend, sondern auch die Qualität. Das haptische Erlebnis ist gerade bei Stoffen essentiell und entscheidet darüber, ob ein bestimmtes Design auch als hochwertig und edel angenommen wird. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Vertreter:

- Baumwolle

Eines der Textilien mit der längsten Tradition, es wird aus der Baumwollpflanze gewonnen und ist zu 100% pflanzlichen Ursprungs. Aus ihr werden die unterschiedlichsten Produkte hergestellt. Von Kissenbezügen über Tischdecken und Handtücher. Sie ist sehr pflegeleicht, leicht waschbar und teilweise sogar kochbar. Die Struktur kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen und reicht von grob gewebten Baumwolltüchern bis zu kuscheligen Frotteematerialien.

- Wolle

Ist ein echtes Naturprodukt, gewebt aus den tierischen Wollfasern von Schafen und Ziegen. Besonders feine Fasern weisen Merinowolle und Kaschmir auf. Wolle wird vor allem für wärmespendende Decken, Teppiche, aber auch für Bezüge eingesetzt. Wolle ist farbecht und sehr resistent gegen Flecken. Also ein rundum überzeugendes Heimtextil.

- Alcantara

Ist ein hochwertiges Synthetikmaterial, welches stark an Velourleder erinnert. Daher wird es oft für Bezüge und Polstermöbel verwendet. Die Mikrofaser überzeugt durch einfache Reinigung und Pflege und wird bereits seit über 30 Jahren industriell hergestellt, was ein gleichbleibende Qualität garantiert.

- Damast

Unter Damaststoffen versteht man kein eigenständiges Textil, sondern vielmehr eine bestimmte Webart, bei der einmal mehr die Kettfäden bzw. die Schlussfäden zu sehen sind. Das Textil kann somit sowohl aus Leinen, als auch aus Baumwolle oder Seide bestehen. Durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Fäden ergibt sich ein bestimmtes Muster, welches vor allem bei schrägem Lichteinfall gut zu sehen ist. Meist wird diese Technik zum Weben floraler oder geometrischer Muster verwendet, wie sie beispielsweise auf Servietten oder Bezügen zu sehen sind.

- Spitze

Auch die Spitze bezeichnet kein explizites Textil, sondern eine bestimmte Webtechnik. Hier ergeben sich unterschiedliche Freiräume zwischen den Fasern, welche letztendlich das Muster ergeben. Durch den dekorativen Charakter wird diese Technik vor Allem zur Verzierung von Abschlüssen und Kanten, beispielsweise an Tischdecken oder Servietten benutzt.

- Kunstfasern

Haben gegenüber natürlich vorkommenden Fasern den entscheidenden Vorteil, dass ihre Eigenschaften und Beschaffenheit komplett bestimmbar sind. So können die synthetischen Fasern beispielsweise auch flammhemmend sein. Sie werden durch chemische Prozesse aus Erdöl, Kohle oder Erdgas hergestellt und heißen beispielsweise Polyester, Polyamid oder Polyacryl.

- Leinen

Im europäischen Raum eine der ältesten pflanzlichen Textilfasern. Sie wird aus der Flachspflanze gewonnen und zeichnet sich durch einfache Reinigung und Waschbarkeit aus. Zudem sind Stoffe aus Leinen extrem robust und reißfest. Sie finden Verwendung als Geschirrtücher, Tischdecken oder Bettwäsche. Geschätzt wird vor allem die glatte, leicht glänzende Oberfläche. Leinenstoffe sind meist bei 40 Grad waschbar, sollten jedoch nicht im Trockner getrocknet werden.

- Seide

Hat ihren Ursprung in China und gelangte vor langer Zeit über die Handelswege auch nach Europa. Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen und zählt seit jeher zu den edelsten Textilen. Aus ihr werden unter anderem Bezüge für Kissen  hergestellt, die sich sehr angenehm auf der Haut anfühlen. Trotz der feinen Optik können heute, die meisten Seidentextilien im "Feinwaschgang" gereinigt werden.